Das Zertifizierungsverfahren des VDKT

Klientinnen und Klienten legen Wert auf gut ausgebildete Therapeutinnen und Therapeuten bzw. Beraterinnen und Berater, bei denen sie sich aufgehoben fühlen. Der VDKT gibt seinen Mitgliedern (über sein Zertifizierungsverfahren) die Möglichkeit zum Erwerb einer Zertifizierungsurkunde als Qualitätsnachweis der Befähigung einer patientengerechten Durchführung der Therapie bzw. Beratung.

 

Interessant ist, dass in einem Arbeitspapier der Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages vom 5. Oktober 2021 Fachbereich: WD 9: Gesundheit, Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Thema: „Verankerung von künstlerischen Therapien im Gesundheitssystem“ explizit auf das Zertifizierungssystem des VDKT's hingewiesen wird: „Aufgrund fehlender berufsrechtlicher Vorgaben unterliegen Kreativtherapien keiner Qualitätssicherung durch den Gesetzgeber. Es erfolgt jedoch eine Qualitätssicherung auf Initiative verschiedener (Fach-)Verbände für Kreativtherapeuten, die jeweils konkrete Ausbildungsstandards als Zugangsvoraussetzungen für eine Mitgliedschaft im jeweiligen Verband und zur Zertifizierung ihrer Mitglieder festgelegt haben. So zertifiziert z. B. der Verband Deutscher Kunsttherapeuten (VDKT) basierend auf dem System der zertifizierten Fortbildung für Ärzte; entsprechende Regelungen wurden von der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft (DMtG) sowie vom Berufsverband der TanztherapeutInnen Deutschlands e.V. (BTd) aufgestellt. Die verbandseigenen Zertifizierungsregelungen legen nicht nur Zugangsvoraussetzungen sowie Inhalte der jeweiligen Aus- bzw. Weiterbildung fest, sondern enthalten auch Vorgaben zur Fortbildung.

 

Ordentliche Mitglieder des VDKT können bereits seit 2006 regelmäßig am Zertifizierungsverfahren des VDKT teilnehmen. Der VDKT hat dieses Verfahren als erster Berufsverband und als einziger im Tätigkeitsbereich der Künstlerischen Therapien (Bildende Kunst) eingeführt und vorausschauend (der europäischen und internationalen Entwicklung) somit den Mitgliedern des VDKT eine durch das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) geschützte Berufsbezeichnung zur Verfügung gestellt.

 

Der Studiengang Psychosoziale Kunsttherapie besteht nunmehr 20 Jahre. 2002 begann der erste Studiengang mit über 30 TeilnehmerInnen. Das College bietet seit 2019 nunmehr in dreifacher Hinsicht Vorteile: Erstens eine anerkannte berufliche Qualifizierung mit Zertifizierung durch den jeweiligen Berufsverband, zweitens eine Vorbereitung auf die amtliche Überprüfung zur Erlangung der Berufserlaubnis zur Ausübung der Heilkunde gemäß dem Heilpraktikergesetz (HeilPrG) und letztlich bei der Erlangung des Bachelorabschlusses in Zusammenarbeit mit internationalen Universitäten.

 

Bei Erfüllung entsprechender Voraussetzungen können Absolventen der Studiengänge des ASCOL-Colleges so den international anerkannten Bachelor of Science (B. Sc.) oder Bachelor of Arts (B. A.) erlangen. Mit einem von einer staatlichen Universität vergebenen Bachelor erwerben Absolventen eines Studienganges am ASCOL-College so einen international anerkannten Hochschulabschluss, der neue Berufsmöglichkeiten eröffnet.

 

Interessant ist, dass in einem Arbeitspapier der Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages vom 5. Oktober 2021 Fachbereich: WD 9: Gesundheit, Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Thema: „Verankerung von künstlerischen Therapien im Gesundheitssystem“ explizit auf das Zertifizierungssystem des VDKT's hingewiesen wird: „Aufgrund fehlender berufsrechtlicher Vorgaben unterliegen Kreativtherapien keiner Qualitätssicherung durch den Gesetzgeber. Es erfolgt jedoch eine Qualitätssicherung auf Initiative verschiedener (Fach-)Verbände für Kreativtherapeuten, die jeweils konkrete Ausbildungsstandards als Zugangsvoraussetzungen für eine Mitgliedschaft im jeweiligen Verband und zur Zertifizierung ihrer Mitglieder festgelegt haben. So zertifiziert z. B. der Verband Deutscher Kunsttherapeuten (VDKT) basierend auf dem System der zertifizierten Fortbildung für Ärzte; entsprechende Regelungen wurden von der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft (DMtG) sowie vom Berufsverband der TanztherapeutInnen Deutschlands e.V. (BTd) aufgestellt. Die verbandseigenen Zertifizierungsregelungen legen nicht nur Zugangsvoraussetzungen sowie Inhalte der jeweiligen Aus- bzw. Weiterbildung fest, sondern enthalten auch Vorgaben zur Fortbildung.

 

Für die Erstzertifizierung zum Psychosozialen Kunsttherapeuten (IFKTP) durch den Verband Deutscher Kunsttherapeuten (VDKT) bedarf es der Zulassung. Zugelassen werden kann nur, wer die folgenden Voraussetzungen erfüllt: Eine sechsmonatige außerordentliche Mitgliedschaft im VDKT sowie die Einreichung eines schriftlichen Antrages auf Zertifizierung an das für die Zertifizierungen des Berufsverbandes zuständige Institut für Künstlerische Therapie und Pädagogik (IFKTP) mit folgenden Bescheinigungen:

  • Eine erfolgreich absolvierte und durch das Ausbildungsinstitut beurkundete Prüfung gemäß den VDKT-Ausbildungsstandards für Psychosoziale Kunsttherapie (IFKTP)® bzw. eine Abschlussurkunde Psychosoziale Kunsttherapie (IFKTP)® durch das ASCOL-College als zentrales Ausbildungsorgan des VDKT.
  • Mitgliedschaft im VDKT
  • Beleg über die Überweisung einer einmaligen Prüfungs- und Verwaltungsgebühr von 160 Euro und des fälligen Jahresbeitrages auf das Konto des VDKT. Der Jahresbeitrag beträgt derzeit für außerordentliche Mitglieder 100 Euro und für ordentliche Mitglieder 120 Euro.
  • Unterzeichnung des Zertifizierungsvertrages.
  • Die Zertifizierung muss nach dem Ablauf von drei Jahren erneut durch den Berufsverband bestätigt werden. Für die Nachzertifizierungen wird vom Berufsverband keine weitere Gebühr erhoben. Zertifizierte Mitglieder erhalten für den Zertifizierungszeitraum die Berechtigung, das Verbandssiegel „Zertifiziert in Psychosozialer Kunsttherapie (IFKTP)®“ und die Zertifizierungsurkunde zu nutzen.
  • Mit der Zertifizierung unterstellt sich das zertifizierte Mitglied der Fachaufsicht des Berufsverbandes. Näheres regelt die Fortbildungs- und Zertifizierungsordnung.

Psychosoziale Kunsttherapie steht für eine integrative (Ansätze zusammenfassende z. B. psychodynamisch, verhaltenstherapeutisch, humanistisch), interdisziplinäre (umfassend, fächerübergreifende, unter anderem medizinisch, künstlerisch, psychologisch, pädagogisch), interkulturelle (Kulturen übergreifende z. B. regionale Kulturen wie friesische, elsässische, bayerisch oder international wie ostasiatisch, europäisch, slawisch) Orientierung.

Sie therapiert psychosozial, d. h. auf psychische und soziale Ursachen zurückgehende Konflikte und Störungen durch die Anwendung künstlerischer Medien wie Malerei, Plastizieren, grafische Gestaltung, Schreiben und Lesen, Spielen, Musik, Tanz und Bewegung u. a..

 

Psychosoziale Kunsttherapeutinnen und Kunsttherapeuten orientieren sich in der Therapie an den Interessen ihrer Klientinnen und Klienten, wenngleich Psychosoziale Kunsttherapeutinnen und Kunsttherapeuten sehr wohl eine persönliche, fachliche und kulturelle Orientierung vertreten können.

Psychosoziale Kunsttherapeutinnen und Kunsttherapeuten arbeiten in der Psychologischen Beratung, Lebenshilfe und/oder der Psychotherapie. Das ASCOL-College sowie der VDKT erkennen eine unterschiedliche Vorbildung für beratende und psychotherapeutische Tätigkeit an, z. B. Psychotherapeuten, ärztlich oder gem. § 2 PsychThG approbiert, Heilpraktiker*innen für Psychotherapie, Psychologische Berater*innen und Heilpraktiker*innen..