Personzentrierte Biographiearbeit

Personzentrierte Biographiearbeit ist die Synthese von Personzentrierter Psychotherapie, wie sie von dem amerikanischen Psychotherapeuten Carl R. Rogers entwickelt wurde, und die durch die anthroposophische Menschenkunde inspirierte und durch den niederländischen Arzt, Sozialökonom und Anthroposoph Bernard Lievegoed ausgebildete Biographiearbeit.

 

Bei der Suche nach der eigenen Wahrheit gibt es eine enge Verbindung zwischen Therapie und Individualitätsentwicklung. Personzentrierte Biographiearbeit arbeitet mit dieser Grenze. Sie möchte Menschen dabei helfen, die Sprache ihrer eigenen Lebensgeschichte lesen zu lernen durch das Erkennen von allgemeingültigen Gesetzmäßigkeiten im menschlichen Lebenslauf und dem Ergreifen von eigenen Lebensaufgaben.

 

Personzentrierte Biographiearbeit arbeitet mit der persönlichen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, wobei die Vergangenheit und Zukunft als Ergebnis der persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse begriffen werden. Im Mittelpunkt der Personzentrierten Biographiearbeit steht die Person – nicht das Problem, weshalb Carl Rogers sein therapeutisches Verfahren auch Personzentrierte Psychotherapie nannte. Menschen erfahren und lernen in der Personzentrierten Psychotherapie, ihre verborgenen Fähigkeiten zu entwickeln und eigenständig Lösungen für ihre Probleme zu finden.

 

Der Weg führt so vom Menschen, der geschaffen wurde, zu einem, aus dem Erleben der eigenen Individualität heraus, am weiteren Schöpfungsprozess der Menschheit aktiv und kreativ Mitschaffenden.


Inhalte der Fortbildung

  • Grundlagen der Humanistischen Psychologie und der Personzentrierten Psychotherapie
  • Definitionen und Arbeitsweisen der Personzentrierten Psychotherapie
  • Das anthroposophische und personzentrierte Menschenbild
  • Praxis der Personzentrierten Biographiearbeit
  • Bedingungen für die Persönlichkeitsentwicklung
  • Das Menschenverständnis von der Dreigliederung und den vier Wesensgliedern des Menschen
  • Der Lebensprozess im Ablauf von bestimmten Altersstufen
  • Der Biographieatlas und die Spiegelungen im den Siebener-Phasen
  • Sinn der Lebenskrisen in den Lebensjahrsiebten des Menschen
  • Das Gesetz von „Ursache und Wirkung“ und die karmische Erkenntnisarbeit

Personzentrierte Biographiearbeit

  • Bezeichnung: Personzentrierte Biographiearbeit
  • Bildungsart: Fortbildung
  • Schulart: Einrichtung der beruflichen Weiterbildung
  • Auswahlverfahren: Aufnahmegespräch mit Dozent*in und Studienleitung
  • Unterrichtsform: Alle Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten des ASCOL-Colleges finden auf der Grundlage des Blended-Learning statt, d.h. als Tagesveranstaltungen mit Präsenzunterricht, Online-Seminaren, Arbeitsgesprächen
  • Unterrichtsunterlagen: Lernskripten, E-Learning über die Homepage und Selbststudium
  • Wichtige Hinweise: berufsbegleitende Fortbildung
  • Zielgruppen: Die Fortbildung richtet sich an Absolventen medizinischer, therapeutischer, pädagogischer oder psychosozialer Studiengänge und Ausbildungen
  • Finanzielle Förderung: Teilweise Anerkennung als Bildungsurlaub, in manchen Fällen ist eine Beteiligung des Arbeitgebers möglich. Es besteht die Möglichkeit, die Aufwendungen bei der Steuererklärung geltend zu machen
  • Abschlusszertifikat: nach dem Besuch der Weiterbildung erhalten Sie den Weiterbildungsnachweis "Personzentrierte Biographiearbeit" des ASCOL-Colleges
  • Prüfende Stellen: Prüfungsausschuss des ASCOL-Colleges
  • Gesamtdauer: Die Fortbildung hat eine Dauer von 10 Monaten

Wir bitten bei Interesse um kurzfristige Anmeldung. Sie erhalten dann umgehend einen Termin für ein Informations- bzw. Bewerbungs- und Aufnahmegespräch. Weitere Informationen erhalten Sie über das Kontaktformular oder direkt bei Anfrage per E-Mail an: verwaltung@ascol.de 

 

Gern schicken wir Ihnen unsere Informationsbroschüre zu, die Sie über die berufsbegleitende Fortbildung informiert.