Anthroposophische Heilkunde (AGAHP)®

Diese modulare Fortbildung richtet sich an alle, die eine sachkundige Einführung in das Fachgebiet der anthroposophischen Heilkunde bekommen möchten. Es eignet sich auch als Fortbildungsseminar für Heilpraktiker*innen, Heilpraktikeranwärter*innen, Teilnehmer*innen unserer therapeutischen Ausbildungen und steht allen Interessenten offen, die ihr therapeutisches Wissen um die Erfahrungen der Anthroposophischen Heilkunde erweitern möchten. Die Fortbildung wird vom ASCOL-College in Zusammenarbeit mit der Verbandsschule des Berufsverbandes AGAHP (Arbeitsgemeinschaft Anthroposophischer Heilpraktiker) durchgeführt. 

Qualifizierung Anthroposophischer Ärzte und Heilpraktiker

Anthroposophische Medizin wird ausschließlich von Anthroposophischen Ärzten ausgeübt. Anthroposophische Heilpraktiker üben ausschließlich die Anthroposophische Heilkunde aus. Die Ausübung der Anthroposophischen Heilkunde ist von der AGAHP als zuständigen Berufsverband im Einvernehmen mit der medizinischen Sektion am Goetheanum durch ein Zertifizierungsverfahren geregelt.
Nach dem Heilmittelwerbegesetz HWG und dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb sind Falschangaben gegenüber Patienten verboten.

Anthroposophische Ärzte durchlaufen ein reguläres Studium der Medizin und anthroposophische Heilpraktiker eine entsprechende umfassende Heilpraktikerausbildung. Notwendiges heilkundlichen Wissen ergänzen sie durch anschließende fachliche Weiterbildungen über das anthroposophische Menschen- und Weltbild.

In ihrer Therapie trachten Arzt und Therapeut danach, die Ursachen einer Erkrankung ganzheitlich und mithilfe geisteswissenschaftlicher Kenntnisse, die auf die Arbeiten von Rudolf Steiner und der anthroposophischen Ärztin Dr. Ita Wegman zurückgehen, zu verstehen.

Biografie und Krankheitsverlauf, das soziale und familiäre Umfeld sowie die Individualität des Erkrankten spielen bei dieser Betrachtung eine bestimmende Rolle. (siehe nachfolgende Tafel)

Grundlagen

Dr. Rudolf Steiners Anthroposophie versteht sich als ein die naturwissenschaftliche Forschungsweise Goethes weiterbildender Erkenntnisweg hin zum Metaphysischen, dessen Ergebnisse Dr. Steiner in Zusammenarbeit mit der holländischen Ärztin Dr. Ita Wegmann auch für die Medizin im Sinne einer Erweiterung der Heilkunst etablierte.

Forschung

Anthroposophische Heilkunde erweitert forschend die klassische Naturheilkunde im Sinne Rudolf Steiners.

Sie ergründet das Wesen des Menschen in einem umfassenden Verständnis der ihn bedrückenden Leiden.

Forschung und Erkenntnisse finden in der anthroposophischen Heilpraktikerschaft auf internationaler Ebene im Rahmen der International Society of Anthroposophic Naturopathy (ISAN) statt. 

Arbeitsweisen

Anthroposophische Heilkunde ist eine ganzheitlich-integrative Heilweise. Sie beruht auf den heilkundlichen Methoden und besonderen berufsständischen Bedingungen des Heilpraktikers.

Die Anthroposophische Heilkunde ist keine nur äußerlich erlernbare Methode, die neben anderen in der Praxis eingesetzt werden kann, sondern ein Entwicklungsweg des Heilpraktikers, der ihn dazu befähigt, alle seine heilkundlichen Methoden sowie seine gesamte berufliche Tätigkeit geisteswissenschaftlich zu durchdringen.



lnhalte der Fortbildung

Historischer Ursprung

  1. Wurzeln und historischer Ursprung der Heilkunde
  2. Geschichte der anthroposophisch-medizinischen Bewegung und der Anthroposophischen Heilpraktiker*innen
  3. Stellung der Anthroposophischen Heilpraktiker*innen innerhalb der Medizinischen Sektion
  4. Die Berufsordnung Anthroposophischer Heilpraktiker*innen
  5. Forschungsgrundlagen Anthroposophischer Heilpraktiker*innen

Forschungsgrundlagen Anthroposophischer Heilpraktiker*innen

  1. Das Leitbild der Anthroposophischen Heilpraktiker*innen
  2. Das Berufsbild Anthroposophischer Heilpraktiker*innen
  3. Der Einsatz heilkundlicher Methoden auf der Grundlage des Erkenntnisweges (u. a. Viergliederung des Menschen, Wesensgliederdiagnostik, funktionelle Dreigliederung des Menschen, Lebensjahrsiebte und Biographiearbeit, Heileurythmie, Kunsttherapie)
  4. Erarbeitung der Arbeitsweisen in der Anthroposophischen Heilkunde

Erarbeitung der Arbeitsweisen in der Anthroposophischen Heilkunde

  1. Bedeutung und Erforschung karmischer Impulse in der Biografie
  2. Möglichkeiten der konkreten individuellen Aneignung von Kenntnissen und Fähigkeiten im Rahmen der Anthroposophischen Heilkunde
  3. Der Einsatz heilkundlicher Methoden auf der Grundlage der Neuen Mysterien
  4. Berufsesoterik Anthroposophischer Heilpraktiker*innen
  5. Die Individualisierung und Formalisierung eingesetzter Methoden im Sinne des Leitbildes des Anthroposophischer Heilpraktiker*innen. Mein therapeutisches Konzept – Arbeitsweisen in der Therapie - Fallstudien

Ziele der Qualifikation in Anthroposophischer Heilkunde (AGAHP)®

Fachliche Kompetenzen [1] die Heilpraktiker, die in Anthroposophischer Heilkunde arbeiten wollen, nachweisen:

  • Grundlagen des anthroposophischen Welt- und Menschenbildes
  • Grundlagen des anthroposophischen Schulungsweges
  • Grundlagen der Goetheanistischen Naturerkenntnis
  • Kenntnis der Gesetze von Reinkarnation und Karma
  • Kenntnis der anthroposophischen Sicht von Gesundheit und Krankheit
  • Befähigung, eine anthroposophisch-biografische Anamnese durchzuführen
  • Grundlagen der Wesensgliederdiagnosik
  • Grundkenntnisse der Methoden der Anthroposophischen Medizin
  • Befähigung, ihrer/seiner Tätigkeit als Heilpraktiker/in die Anthroposophie in Diagnose und Therapie zugrunde zu legen

[1] Diese fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten werden von den Ordentlichen Mitgliedern der AGAHP erfüllt und durch die kontinuierliche Teilnahme an entsprechenden Fortbildungen vertieft.

Anthroposophische Heilpraktiker zeigen insbesondere eine erweiterte Kompetenz, eine vertrauensvolle Therapeuten-Patienten-Beziehung zu entwickeln und eine anthroposophische Anamnese, Untersuchung und Diagnose durchzuführen. Sie sind befähigt, Behandlungsziele und einen individualisierten Behandlungsplan zu erstellen und diesen sich zunutze zu machen, zu beurteilen und – wenn erforderlich – anzugleichen.


Anthroposophische Heilkunde (AGAHP)®

  • Bezeichnung: Anthroposophische Heilkunde (AGAHP)®
  • Bildungsart: Modulare Fortbildung / Vorbereitung zur Zertifizierung in Anthroposophische Heilkunde (AGAHP)®
  • Schulart: Einrichtung der beruflichen Weiterbildung
  • Auswahlverfahren: Aufnahmegespräch mit Dozent*in und Studienleitung
  • Unterrichtsform: Blended-Learning: Tagesveranstaltungen (Präsenzunterricht und Online-Seminare), Arbeitsgespräche, E-Learning, Selbststudium 
  • Unterrichtsunterlagen: Vortragsunterlagen, ausführliche Handouts zum Download im PDF-Format, Multiple Choice-Lernfragen im E-Learning
  • Wichtige Hinweise: berufsbegleitende Weiterbildung (mit einer fünftägigen Unterrichtswoche nach dem Bildungsurlaubsgesetz bei Antrag auf Zertifizierung in Anthroposophische Heilkunde (AGAHP)® nach den Richtlinien der des Berufsverbandes Anthroposophischer Heilpraktiker AGAHP)
  • Zielgruppen: Heilpraktiker*innen, Heilpraktikeranwärter*innen, Beschäftigte in Gesundheitsfachberufen, Teilnehmer*innen unserer therapeutischen Ausbildungen und Interessenten an Anthroposophischer Heilkunde
  • Finanzielle Förderung: Anerkennung als Bildungsurlaub, in manchen Fällen ist eine Beteiligung des Arbeitgebers möglich. Es besteht die Möglichkeit, die Aufwendungen bei der Steuererklärung geltend zu machen. Gern informieren wir Sie über Förderungsmöglichkeiten durch die staatliche Bildungsprämie. Eine Förderung durch die staatliche Bildungsprämie und den Bildungs-Prämiengutschein von max. 500 € ist bei Erfüllung der Voraussetzungen möglich. Mit einem Spargutschein (Weiterbildungssparen) können Sie kostenintensivere (und häufig länger laufende) Weiterbildungsmaßnahmen finanzieren – unabhängig von Ihrem Einkommen und den weiteren Förderbedingungen, die für den Prämiengutschein gelten. Weitere Infos zum Prämiengutschein und zum Weiterbildungssparen: Kostenlose Hotline 0800 2623-000 und unter www.bildungspraemie.info
  • Abschlusszertifikat: nach dem Besuch der Weiterbildung erhalten Sie den Fachfortbildungsnachweis "Anthroposophische Heilkunde (AGAHP)®" der AGAHP-Verbandsschule ANTHROPOS-SOPHIA nach den Richtlinien der AGAHP.
  • Abschlussart: bei Erfüllung entsprechender Voraussetzungen ist eine Zertifizierung durch den Berufsverband möglich
  • Abschlussbezeichnung: bei Zulassung zur Ausübung der Heilkunde nach dem Heilpraktikergesetz: "Qualifiziert in Anthroposophischer Heilkunde (AGAHP))® / Anthroposophische/r Heilpraktiker*in".
    Bei Erfüllung entsprechender Voraussetzungen können Absolventen des Studienganges auch den international anerkannten Bachelor of Science (B.Sc.) erlangen.
  • Berechtigung: bei Ausübung der Heilkunde nach dem HeilPrG, Mitgliedschaft im Berufs- und Fachverband AGAHP und der ISAN möglich.
  • Prüfende Stelle: Prüfungsausschuss des Berufsverbandes AGAHP
  • Gesamtdauer: die Weiterbildung umfasst 18 Termine und ein Blockseminar (als Bildungsurlaub anerkannt)

Weitere Informationen erhalten Sie über das Kontaktformular oder direkt bei Anfrage per E-Mail an: verwaltung@ascol.de 

 

Gern schicken wir Ihnen unsere Informationsbroschüre zu, die Sie ausführlich über die berufsbegleitende Fortbildung "Anthroposophische Heilkunde" informiert. 

 

Wir laden Sie herzlich ein, sich bei einer kostenfreien virtuellen Einführung einen ersten Eindruck über den modularen Fortbildung zu verschaffen. Im Anschluss stehen Ihnen die Dozenten gern für ein persönliches Gespräch zur Verfügung, um individuelle Fragen zu beantworten.

 

Fortbildungskoordination:
Alexander B. Schadow

schadow@ascol.de